VIDEO - Naturlehrpfad #3: Der Waldmistkäfer

Kategorie: NATUR
Erstellt am Freitag, 14. September 2012 Geschrieben von Heiko Halbauer

Waldmistkäfer sind 12 bis 19 Millimeter groß und erreichen damit nicht die Größe des Gemeinen Mistkäfers, der bis zu 25 Millimeter lang werden kann. Die Färbung der Deckflügel ist seitlich Blau oder grün. Unten sind die Käfer metallblau bis violett. Die Fühler haben einen rotbraunen Farbton. Das Halsschild ist gerandet und zeigt unregelmäßige Punkte. Die Tiere sind in Europa und in Teilen Sibiriens zu finden.
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Die Käfer bauen im Frühling Stollen in den Boden die bis zu 80 Zentimeter tief sein können und in verzweigten Gängen in Kammern enden. Dabei teilen sich beide Geschlechter die Arbeiten am Tunnelbau auf: Während die Weibchen eher im unteren Teil ihre Arbeit verrichten, besteht die Tätigkeit der Männchen darin, die ausgeworfene Erde abzutransportieren. In den verschiedenen Kammern wird jeweils ein Ei abgelegt und Kot eingelagert, der für die Larven als Nahrung dient. Die Entwicklung der Larven zu einem Käfer dauert etwa ein Jahr. Die Verpuppung findet erst nach dem Winter in den Frühlingsmonaten statt. Als vollständige Käfer kommen sie dann im Sommer zum Vorschein.

In der Regel sind Waldmistkäfer bei der Nahrungssuche Einzelgänger und sind häufig auf Waldwegen unterwegs. Wenn paarungsbereite Tiere aufeinander Treffen dann betrillert das Männchen das Weibchen mit den Maxillarpalpen, deren Spitzen mit Sinnesorganen bestückt sind. Zudem werden kurze Werbelaute erzeugt. Hierbei läuft das Weibchen vorne weg, während das Männchen folgt und Körperkontakt hält. An geeigneter Stelle beginnt dann das Weibchen sich einzugraben.

Interessant ist auch die Lauterzeugung: Hierbei werden spezielle Teile des Skeletts gegeneinander gerieben, das dann die Laute erzeugt.

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