MEINUNG: zum Thema »verschärfte Waffengesetze«

Kategorie: MEINUNG
Erstellt am Mittwoch, 06. Januar 2016 Geschrieben von Manuel Dörfler

Redakteur Manuel Dörfler schreibt über den Plan der Europäischen Kommission bezgl. strengerer Waffengesetze in Europa. Anstoß dazu gab ihm unter anderem das aktuelle Vorwort von Prof. Dr. Jürgen Vocke (MdL a. D., Präsident des Bayerischen Jagdverbandes) in der Januarausgabe des Magazins »Jagd in Bayern«.
 
Wie man verschiedenen Medienberichten entnehmen kann, plant die Europäische Kommission seit geraumer Zeit eine Umgestaltung der Richtlinien für Schusswaffen. Nach den Terroranschlägen von Paris steht dieser Punkt aktuell sicherlich ganz weit oben auf der "to-do-Liste" der Europäischen Kommission. Mit diesem Schritt will man dem Terrorismus und damit Schwer- bzw. Schwerstverbrechen entgegenwirken und vorbeugend handeln.

Doch hoffentlich geschieht diese geplante Umsetzung nicht, indem man den Personenkreis der legalen Waffenbesitzer mit überzogenen Auflagen belastet. Das wäre meiner Ansicht nach der falsche Weg. Bei Verbrechen mit Schusswaffen wurden in der Vergangenheit fast ausschließlich solche verwendet, welche den örtlichen Waffenbehörden nicht gemeldet waren. Dabei handelte es sich also um nicht registrierte und somit illegale Waffen. Die Jäger unter Generalverdacht zu stellen würde von einem unsäglichen Misstrauen des Staates gegenüber den Waidmännern zeugen. Diese sind längst umfangreich personenüberprüft und haben ihre persönliche Eignung, Zuverlässigkeit und Sachkunde im Umgang mit Waffen/Munition nachgewiesen.

Es muss gegen den ILLEGALEN Waffenhandel und Waffenbesitz vorgegangen werden.

Das wird in Zeiten eines nahezu grenzenlosen Europas jedoch schwer umsetzbar sein. Wenn, dann wird dies eine starke Einschränkung unserer Persönlichkeitsrechte zur Folge haben und könnte schlimmstenfalls der Schritt in eine totale Überwachung der Bürger sein.

Meiner Meinung nach wäre es wichtig und zielführend, die Arbeit der nationalen Sicherheitsorgane von Seiten der Politik noch stärker zu unterstützen und die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden der EU-Mitgliedsstaaten zu forcieren. Ich wünsche unseren Politikern und allen Vertretern der Mitgliedsstaaten der EU die Weisheit um kluge Entscheidungen bzgl. "schärferer" Waffengesetze zu treffen und nicht aus reinem Aktionismus heraus blind zu handeln.

Übertriebene Bürokratie wird keine Verbrechen verhindern! Letzten Endes bleibt es abzuwarten, ob es überhaupt zu einer Änderung des Waffengesetzes kommt oder ob nicht all die Pläne wie Schall und Rauch verpuffen werden...


Ein Kommentar von »Manuel Dörfler«
Foto: © 2016 - Heiko Halbauer

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